Wasser

Feldberg, Haussee und Breiter Luzin  (copyright P.Wernicke) Schon die Bezeichnung Feldberger Seenlandschaft lässt auf einen großen Reichtum an Gewässern schließen. Tatsächlich befinden sich 69 Seen, Hunderte von Kleingewässern und einige kleine Bäche in der Landschaft zwischen Neustrelitz und Woldegk. Doch nicht nur die Fülle ist beeindruckend, auch mit der Qualität lässt sich prahlen. Eine ganze Reihe zählt noch heute zu den Klarwasserseen. Sie zeichnen sich durch sauberes Wasser aus und gehören zu den nährstoffarmen so genannten »mesotrophen« Gewässern. Die bekanntesten sind sicher die unmittelbar bei Feldberg liegenden Luzinseen. Der Breite Luzin ist mit einer Wassertiefe von über 58m der dritttiefste Binnensee in Norddeutschland. Die vielen Kleingewässer gehören meistens zu den so genannten Söllen. Sie sind an einer mehr oder weniger runden Form zu erkennen. Ihre Entstehung geht, wie die der gesamten Landschaftsformen unserer Region, auf die letzte Eiszeit zurück.
Den Übergang zwischen Gewässern und Land bilden Moore. Sie kommen in mehreren Formen im Naturpark vor. Besonders interessante und unbeeinflusste Ausbildungen sind die Kesselmoore, wie sie z.B. auf einer Wanderung auf dem Hullerbusch zu finden sind.

Sonnenuntergang mit Badenden im See (copyright P.Wernicke) Die Seen stellen für Besucher immer besondere Anziehungspunkte dar. Sie sind mit wenigen Ausnahmen für Motorboote aller Art gesperrt, so dass sich die Schönheit der Natur besonders genießen lässt. Viele naturbelassene Badestellen laden zu einem Sprung in die erfrischenden Fluten ein. Durch die Ruhe und Ursprünglichkeit können Sie auch viele Wasservögel beobachten, und nicht selten kreist ein Seeadler über dem Wasser auf der Suche nach einer leichten Beute.

Ein See wird sowohl in seiner Flächenausdehnung als auch in der Tiefenschichtung in verschiedene Lebensraumtypen unterteilt. Zunächst erstrecken sich vom Ufer beginnend die Röhrichte, die wasserseitig durch Schwimmblattgesellschaften abgelöst werden. Bis in mehrere Meter Tiefe können sich dann Unterwasserrasen z.B. durch Armleuteralgen anschließen. Im Wasser schwimmen vor allem Kleinlebewesen, die unter der Bezeichnung Plankton zusammengefasst werden. Darunter versteht man sowohl kleine Tiere wie Wasserflöhe, Wimpertierchen u.v.a. als auch niedere Pflanzen wie Grün-, Blau- und Kieselalgen. Die Fische machen nur einen kleinen Teil der Wasserorganismen aus.

Moorsee/Murmelsee (copyright P.Wernicke) In einem über Jahrtausende währenden Prozess können sich aus Seen und Kleingewässern Moore bilden. Betrachtet man ein Moor im Querschnitt, so lassen sich die verschiedenen Stadien der Entwicklung erkennen. Ein intaktes Moor besteht zu 90% aus Wasser. In ihm wird abgestorbenes Pflanzenmaterial akkumuliert – es wächst und bildet Torf. Entwässert der Mensch ein Moor zur landwirtschaftlichen Nutzung, wird dieser Prozess umgekehrt. Dadurch gelangen in großer Menge Treibhausgase und Nährstoffe in Luft und Gewässer.