Tiere Pflanzen

Tier- und Pflanzenwelt


Zahlreichen Tierarten bietet der Naturpark mit seinen Wäldern, Mooren, Seen, Wiesen, Weiden und Äckern einen zusagenden Lebensraum. Darunter befinden sich auch einige sehr seltene Arten. Besonders hervorzuheben sind die Wasserbewohner wie Fischotter und Biber. Sie finden in den meist sauberen Seen und naturnahen Fließgewässern ihren bevorzugten Lebensraum.

Fischotter Weiterhin kommen im Naturpark Adler vor. Neben See- und Fischadler ist als Besonderheit der Schreiadler zu nennen. Letzterer erreicht hier seine westliche Verbreitungsgrenze und lebt im Gegensatz zu den beiden anderen Arten nicht am Wasser. Ca. 140 Brutvogelarten sowie seltene Fische, Libellen und vieles mehr unterstreichen den besonderen Wert dieser Landschaft.

In Mecklenburg-Vorpommern kommen ca. 1.550 höhere Pflanzenarten vor. Davon konnten bisher rund 2/3, darunter zahlreiche bedrohte Arten, auch im Naturpark Feldberger Seenlandschaft nachgewiesen werden. Von besonderer Bedeutung für die Pflanzenvielfalt ist die Erhaltung der naturnahen Lebensräume wie der Klarwasserseen, der intakten Moore und der alten Buchenwälder. Für eine Reihe von Arten ist die Aufrechterhaltung traditioneller Nutzungsformen notwendig.

Jahrzehntelange Nutzungsaufgabe in den Heilige Hallen hatten es ermöglicht, dass sich ein naturnaher Wald entwickeln konnte. Er ist mittlerweile eine Attraktion in Deutschland. Als Besonderheit hat der Naturpark den ältesten Buchenwald Deutschlands aufzuweisen, in dem seit langer Zeit keine Bäume mehr eingeschlagen werden. Dieses Naturschutzgebiet bei Lüttenhagen gehört zu den ältesten Schutzgebieten in Deutschland und wurde 1938 ausgewiesen.

Eigentlich hat es Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz unter Schutz gestellt, als er Mitte des 19. Jahrhunderts ein Gedicht über diesen urwüchsigen Buchenwald verfasste und befahl, den Baumbestand nicht mehr zu nutzen. Zu dieser Zeit entstand auch der Name »Heilige Hallen«, da die hochwachsenden Stämme an gotische Kirchenbauten erinnern. Momentan befindet sich der Bestand in der Zerfallsphase. In den freigewordenen Lücken im Bestand findet die Verjüngung mit Buchenkeimlingen statt. Damit kann sich langfristig eine urwaldähnliche Struktur herausbilden.