Tierwelt

In der Feldberger Seenlandschaft leben noch eine Reihe seltener Tierarten. Bitte denken Sie bei Ihren Wanderungen daran, dass die Vögel und Säugetiere meistens eine große Fluchtdistanz haben. Bleiben Sie deshalb bitte auf den ausgewiesenen Wanderwegen und beunruhigen Sie die Tiere nicht. Für die Beobachtung der meisten Arten sind Ferngläser und Spezialkenntnisse notwendig.

Weißstorch  (copyright P.Wernicke) Der bis zu einem Meter große Weißstorch zeichnet sich durch schwarze Arm- und Handschwingen, den 20 cm langen roten Schnabel und die glänzend roten Beine aus. Die langen Zehen sind mit Spannhäuten verbunden, die großen Hinterzehen geben dem Storch Standfestigkeit in Sümpfen und flachen Gewässern. Altvögel reagieren bei Erregung, Gefahren und zur Begrüßung mit dem typischen Schnabelklappern, auch die Jungvögel üben sich schon darin. Der Weißstorch segelt in enormen Höhen, wobei er Aufwinde über großen Landmassen nutzt, im Flug sind Hals, Kopf und Beine lang gestreckt.

Fischotter (copyright P.Wernicke) Fischotter bewohnen nahezu alle Seen und Bäche im Naturpark. Sie sind das Maskottchen des Naturparks. Otter leben vorwiegend nachtaktiv, so dass sie in der Natur kaum beobachtet werden können. Sie sind heute auf Grund der Zerstörung und Verschmutzung der Gewässer in Mitteleuropa vom Aussterben bedroht.

Im Frühjahr und Herbst sind auf manchen Feldern große Gänseschwärme zu sehen. Es handelt sich dabei vor allem um Saat- und Blässgänse. Beide Arten befinden sich auf dem Zug zwischen ihren Westeuropäischen Überwinterungsgebieten und den Nordeuropäischen Brutplätzen. Die einzige Gänseart, die im Naturpark auch brütet, ist die Graugans.

Laubfrosch am Zweig (copyright P.Wernicke) Laubfrösche gehören zu den schönsten Lurchen unserer Heimat. Sie bewohnen die Kleingewässer des Naturparks. Sehr häufig kann man sie gemeinsam mit Rotbauchunken finden. Beide Arten sind hervorragend an ihren Lebensraum angepasst, so dass sie kaum entdeckt werden. Dem Fachkundigen verraten charakteristische Rufe die Anwesenheit der Lurche.

Schreiadler auf der Wiese (copyright P.Wernicke) Schreiadler sind die seltenste Adlerart Deutschlands. Zu ihrem Lebensraum gehören die alten Laubwälder in denen zahlreiche Feuchtgebiete eingestreut sind. Im nahen Umfeld müssen sich außerdem ausreichende Wiesenflächen befinden, auf denen die Vögel genügend Kleintiere als Nahrung finden können. Schreiadler sind Zugvögel und verbringen die kalte Jahreszeit in Afrika. Mit See- und Fischadler kommen noch weitere Arten der großen Greifvögel im Naturpark vor.