Wasser Wald Entstehung

Landschaft


Weite Wälder, Hügel, Täler, sandige Ebenen, eindrucksvolle Binnendünen, klare Seen und versteckte Moore, historische Bauwerke, Heimatstuben und Museen, all das ist in diesem Naturpark zu finden. Diese viel­gestaltige Landschaft wurde durch die letzte Eiszeit geprägt. Die Feldberger Seen­landschaft bildet mit dem branden­burgischen Naturpark Uckermärkische Seen eine Einheit. Die enge Verzahnung von Wäldern, Feldern, Seen und Siedlungen machen das Schutzgebiet besonders reizvoll. Beide zeigen die vollständige eiszeitliche Formenabfolge, die glaziale Serie mit Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal. Die umfangreichen Grund­moränenflächen im Norden des Naturparks werden heute vorwiegend landwirtschaftlich genutzt, da es sich um fruchtbare Böden in einer oft nur schwach welligen Landschaft handelt. Daran schließen sich in Richtung Süden Endmoränenbögen an, die im Raum Feldberg zusammentreffen. Diese weitestgehend aus Wald bestehenden Flächen weisen, zumindest für Norddeutschland, enorme Höhenunterschiede auf.

Südlich der Endmoränen finden wir ausgedehnte Sanderflächen mit Binnendünen. Diese Gebiete mit niedrigen Ackerzahlen waren auf Grund der leichter zu bearbeitenden Böden die ersten landwirtschaftlich genutzten Bereiche. Heute finden wir hier großflächige Kiefernwälder. Das Flusssystem der Havel im heutigen Brandenburg ist aus dem Urstromtal hervorgegangen, welches sich vor der pommerschen Eisrandlage befand.

√úberall im Naturpark finden sich Zeugnisse einer Jahrtausende zurückreichenden Siedlungsgeschichte.

Die Feldberger Gegend ist durch zahlreiche Gewässer, darunter etliche Klarwasserseen, gekennzeichnet. Ihre Entstehung geht auf verschiedenste Prozesse zurück, die während der letzten Eiszeit abliefen. Entsprechend vielfältig sind auch die heutigen Seeformen. Als klassisches Beispiel für einen Rinnensee gilt der Schmale Luzin. Auf Grund seiner geringen Breite und dem bis zu 40 m hohen Steilufer hat man den Eindruck, sich in einem Flusstal zu befinden. Einen völlig anderen Charakter hat dagegen der Breite Luzin, der zweittiefste See Mecklenburg-Vorpommerns. Nicht so auffällig, aber charakteristisch für die Grundmoräne sind die zahlreichen Sölle, welche durch Tieftauen von verschüttetem Eis entstanden sind und die Landschaft beleben.