bis heute im 19. Jh. vor 1770

Feldberg vor 1770

Im 7./8. Jahrhundert errichtete auf dem Schlossberg ein kleiner Slawenstamm eine ca. 2 ha große Burg. Es entstand eine Befestigungs­mauer aus Holz, Stein und Erde von etwa 2,5 m Höhe, 5 m Breite und 200 m Länge. Vor dem Wall fiel das Gelände ab und auf dem Hang wurde ein etwa 2,50 m tiefer Graben ausgehoben. Durch diesen musste jeder Angreifer im Schussfeld der Verteidiger wenigstens 5 m Höhenunterschied überwinden, bevor er die Mauerkrone erreichte. Das Burggelände war mit großen Häusern bebaut. Aneinander gereiht ergaben sie eine Länge von etwa 700 m. Berechnungen haben ergeben, dass zur Errichtung der Burgmauer etwa 8000 Tagewerke zu leisten waren, d. h. 100 Arbeitskräfte konnten den Bau in etwa 80 Tagen abschließen.

Im 13. Jahrhundert wurde auf dem Amtswerder eine Grenzburg angelegt. Auf starken Steinmauern, welche die gewölbten Keller umschlossen, erhob sich ein hausartiger Verteidigungsbau. An seiner Südstrecke hatte er einen mächtigen runden, ebenfalls aus Feldsteinen gemauerten Burgturm. Der 6 m hohe Stumpf des Turmes mit 2,5 m starken Mauern ist noch erhalten!

Obwohl sich Feldberg 1631, während des 30 jährigen Krieges dem kaiserlichen Feldherrn Tilly fast kampflos ergab und zunächst ohne Brandschatzung davon kam wurde es im weiteren Kriegsverlauf besonders durch die Scharen des Grafen Gallas verwüstet. Mit den Kriegshorden kam die Pest, die bei den traurigen Lebensverhältnissen furchtbar wütete.
 
 

Die Witwe des Glasermeisters Johann Friedrich Gundlach verlegte 1794 ihre Glashütte von der Feldberger Hütte nach Neuhof. Der Umzug wurde notwendig, da der damalige Herzog die weitere Entnahme von Holz aus dem Bereich der Feldberger Hütte verbot. Der dortige Wald war völlig runtergewirtschaftet.